Aufgabe 1

Mein Haus; Auto und Boot folgen.

Dafür hab ich aber ein Fahrrad. 
 
Das Leben ist langweilig. Total. Ich, Laana Turanga, gerade frisch bei der Familie ausgezogen habe nun ein eigenes Heim. Das schnuckelige Haus von Nebenan. Natürlich hat mich keiner vorgewarnt, oder gar aufgehalten (ob das etwas zu bedeuten hat???). Nun muss ich erfahren dass das Leben hart ist (und dass Möbel so viel Geld kosten). Folglich stehe ich nun da und hab nichts. Hätte ich das alles früher gewusst, dann hätte ich mir keine teure Designerstrumpfhose bestellt um bei der Ankunft gut auszuschauen.


Das ist mein Haus übrigens vom Strand aus gesehen. Ja, richtig gehört. S-T-R-A-N-D. Vielleicht war die bombastische Aussicht auch ein Grund für den hohen Preis dieser Hütte? An den Tapeten liegt es sicher nicht. Obwohl, vielleicht gelten die als Rarität: so hässlich wie sonst keine Tapete.

 


Nach dem Sonnenbaden habe ich herausgefunden, dass ich eine Staffelei habe. Nun habe ich einen neuen Plan: ich werde so viele Bilder malen und anschließend aufhängen, dass man die Tapeten nicht mehr sieht. Ich bin eben brillant (und zartgrün).
Dies ist mein erstes Werk: die ertrinkende Innenarchitektin. Reintheoretisch könnte ich mir meine Brötchen auch mit Kunst verdienen, aber eigentlich mag ich Spaghetti lieber als Brötchen und Limettenkuchen ist auch nicht schlecht…

Verdammt, ich sollte auch kochen lernen. Jetzt weiß ich endlich, wofür Mütter alles gut sind.

 

22.8.09 23:41


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Der Dicke, der Grüne und Die mit der schrillen Stimme

und ein Samen als Weg zum Glück


Am Strand ist es windig und leer und öde und überhaupt. Wie gut, dass es auch noch erfrischende Alternativen gibt. Ein angenehmes Nickerchen im Liegestuhl tut gut, denn das Bett ist unbequem und von der Couch will ich gar nicht erst anfangen. Lange ausruhen konnte ich jedoch nicht, denn ein Fettsack hat mir einfach hinterher gepfiffen (und mich dadurch geweckt). Am Ende hat sich herausgestellt, dass er aber durchaus sehr charmant ist. Genießen kann man so was aber natürlich nicht mit Papas Blick im Rücken. Wieso er bei diesem Wetter seinen modischen Aufzug trägt will ich gar nicht wissen.


Kaum wieder in den eigenen vier Wänden (und gerade dabei den ersten selbstgemachten Salat überhaupt zu verspeisen) klingelt auch schon das Handy. Ob es mir gut geht, war der erste Satz, der aus dem Hörer drang. Mit Namen melden muss sich meine Mutter sowieso nicht. Ihre schrille Stimme erkenne ich stets, außerdem steht ihr Name auf dem Display. Sehr schnell wird das Thema von Essen auf Männer umgelenkt (wie sie das nur immer schafft?) und sie fragt doch tatsächlich wie mein neuer Freund heißt (da fällt mir auf, ich weiß wirklich nicht wie dieser Dicke heißt) und ob er schon eingezogen ist und ob er viel Geld hat. Wäre mein Salat Spaghetti, dann wären sie jetzt kalt.


Ich habe aber etwas aus Mutters Telefonat gelernt (aber das wusste ich eigentlich schon vorher): ich brauche Geld, besonders, da ich große Ausgaben für Farbe und Leinwände habe. Da ich eigentlich nicht arbeiten möchte, denn mir ist das viel zu ansträngend und mir fehlt dann die Zeit, die ich brauche um Pinsel zu waschen und Laufmaschen zu flicken. Ein Teilzeitjob muss her und am besten im Wellnesscenter. Zuerst etwas skeptisch wegen meines grünen Teints haben sie mich schlussendlich doch eingestellt. Luxusvilla ich komme.


Auf dem Heimweg habe ich einen Abstecher durch den Park gemacht (eigentlich eher einen  großen Umweg durch den Park, denn ich bin aus Versehen zuerst in die Richtung meines Elternhauses gelaufen). Dort lag etwas auf dem Boden und von meinem botanisch interessierten Erzeuger weiß ich, dass es sich um einen Samen handelt. Da ich selbst auch einen grünen Daumen habe, wie man unschwer erkennen kann, entschloss ich mich den Samen mitzunehmen. Aus Samen wird eine Pflanze und daraus Essen und damit kann man satt werden. Klingt doch perfekt.

23.8.09 12:56


Am dritten Tage schuf Laana die Pflanzenwelt

und ein Chaos im Bad


Dieses Haus ist verhext. Das Bad zu Hause hat immer geglänzt, doch hier in dieser verfluchten Hütte ist alles anders. Das Waschbecken ist nicht wieder zu erkennen und es riecht auch sehr komisch. Ganz und gar nicht nach dem verdorbenen Herbstsalat, den ich hier abgewaschen hab und von meinem Fußbad kann es auch nicht kommen, denn meine Schuhe haben Sohlen mit kleinen Löchern, damit die Füße nicht stinken. Als das Waschbecken endlich sauber war kam der nächste Tritt in den Bauch, denn irgendwie ist das Klo nun verstopft. (Notiz an mich: Herbstsalat lieber in den Müll, vorzugsweise den der Nachbarn, werfen oder am besten nie mehr Herbstsalat zubereiten) Nun brauch ich unbedingt eine neue Strumpfhose (oder eine Mami, die meine andere wäscht und flickt) und Geld, ja Geld brauche ich auch unbedingt.


Ein Lichtblick in meinem Leben ist jedoch die Tatsache, dass der mysteriöse Samen (und seine Freunde, die auch noch fand) sprießt. Gestern Abend erst gepflanzt kann man heute schon grüne Zweigchen erkennen. Das Unkraut erkennt man leider auch viel zu gut, aber gegen meinen hinterhältigen Trick mit dem Übergießen kommt es sicher nicht an. Ich sehe vor mir schon einen großen Batzen Geld, den ich nur mit Obst und Gemüse erwirtschaftet habe.


Da bisher noch kein Batzen Geld verfügbar ist um irgendwelche Nahrungsmittel einzukaufen und auch der Kühlschrank viel zu leer ist muss eben Nachbarsgarten herhalten. Bei meinen Eltern wollte ich nichts klauen und klingeln und betteln geht schon dreimal nicht. Was wäre das für eine Blamage mit kaputter (und stinkender) Strumpfhose anzukommen und um Essen zu betteln. Nein, so tief sinkt eine Laana nicht. Hoffentlich.

27.8.09 15:54


Rote Briefe

und nein, ich habe keinen Liebhaber


Heute fand ich diese roten Briefe in meinem Briefkasten. Ich war total aus dem Häuschen, dass mir jemand etwas schreibt. Dummerweise kenne ich diesen komischen Herren gar nicht und er schreibt auch keine liebreizenden Worte, nein ganz im Gegenteil will er auch noch mein letztes Hemd haben. Ich habe zwar einen Job, bisher musste ich aber noch nicht arbeiten und Geld habe ich dadurch auch noch nicht. Voller Panik lasse ich die Unglücksbringer einfach auf dem Rasen liegen.


Sparen ist also noch mehr angesagt als bisher. Da ich keine Dusche besitze und sowieso Wasserkosten sparen möchte, werde ich mich ab sofort im Fitnessstudio duschen. Ich finde die braunen Wände zwar total widerlich, aber immer noch besser als sich mit einem Schwamm abzureiben.


Am Abend habe ich endlich meinen ersten Arbeitstag hinter mir (und meine Chefin wollte wissen woher mein wohlriechendes Duschbad stammt). Während ich die Rechnungen in den Briefkasten zurückschiebe (eigentlich ist das eine sehr absurde Methode) kommt mir eine wundervolle Idee: Ich brauche einen Mitbewohner. Der kann dann kochen, und Geldverdienen und schöne Möbel mitbringen. Perfekt! 

2.9.09 14:02


Der erste Kandidat

und bisher auch der einzige 


Ich habe sofort einen Zettel an das schwarze Brett geheftet: Suche einen Mitbewohner!
Erstaunlicherweise hat mein Handy schon wenige Stunden später geklingelt und es gab einen Interessenten. Molly French ist ihr Name, sie kann kochen und hat einen Job in dem man kochen muss. Dummerweise hat sie eine total nervige Stimme, die mich immer wieder an meine Mutter erinnert, und will mit eben dieser Stimme mit mir dauernd über das Leben am Herd reden. Hoffentlich findet sich noch ein besserer Mitbewohner. Von ihren Putztalenten hat sie nämlich auch noch nicht gesprochen und darum vermute ich, dass sie gar nicht putzen kann.

8.3.10 12:43


Wilde Tiere - Wilde Waschbecken

und eine Mitbewohnerin mit Geheimnissen


Keiner hat angerufen. Niemand möchte mit mir zusammen in diesem schnuckeligen Häuschen wohnen. Naja außer diese komische Molly, aber irgendwie finde ich die nach wie vor seltsam. Da ich mir aber leider nicht mal die Zeit mit Malen vertreiben konnte, denn ich kann mir keine neuen Leinwände leisten, atme ich noch einmal tief durch und wähle Mollys Nummer.
Sie findet es großartig und zieht sofort ein. Noch kurz einen Brief ans Rathaus geschickt und die Sache ist amtlich. Molly French ist mein neuer Mitbewohner.

Der Tag ist jedoch noch lange nicht zu Ende, ganz im Gegenteil er hat ja gerade erst angefangen, und darum bleibt noch viel Zeit für sämtliches Unheil. Das Waschbecken ist defekt und Molly stellt kreischend fest, dass wir keine Dusche haben. Meine Vorschläge fand sie jedoch doof. Weder im Fitnesscenter noch unter dem Wasserstrahl vom Waschbecken möchte sie sich duschen. Meine Güte hat die Ansprüche. Reparieren kann sie das Waschbecken auch nicht und sie weigert sich den Handwerker anzurufen, denn mit dem hat sie ein Kind und sie möchte ihn nicht treffen. Sicher alles nur doofe Ausreden.

Doch das ist noch lange nicht alles. In meinem Bett wollte sie schlafen! Das hab ich nicht zugelasen und ihr erklärt, dass ihr Nachthemd viel besser zum Sofa passt als meines.  Grummelt hat sie sich dann schlussendlich doch noch aufs Sofa gelegt und gemeint, dass da selbst das Kinderbett ihrer Tochter größer wäre. Irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass hier irgendwas nicht stimmt. Vermutlich habe ich aber einfach nur Pech.

8.3.10 13:06


Rotes Gold

Ich finde der Titel klingt voll cool


Ich war nur für einen kurzen Moment im Fitnesscenter verschwunden um zu duschen und kaum bin ich wieder im trauten Heim kommt das böse Erwachen: Molly hat sich in mein Bett gelegt. Als ich sie dann gerüttelt und geschüttelt habe ist sie total wütend geworden, mein Bett hat sie aber trotzdem nicht verlassen. Pah, da bin ich ruckzuck aus dem Haus gestürmt und ein bisschen am Strand hin und her gelaufen. Gab es hier nicht super tolle Liegestühle?
Jedenfalls habe ich dann diesen super tollen Stein gefunden und ihn mühevoll nach Hause geschleppt (das Ding ist nämlich super schwer). So sieht es doch gleich viel besser aus. Hier und da noch ein bisschen auf den Kamin gehämmert und bald hab ich ein Designerwohnzimmer. Zumindest wenn mich Molly nicht immer so aufhalten würde. Selber schuld, wenn sie anstatt mit zu helfen einfach döst. Mega dreist sich dann auch noch über den Lärm zu beschweren.

Als es dann endlich hell wurde hab ich gleich die nächste Überraschung erblickt als ich die Zeitung des Nachbarn stibitzen wollte: An dem kleinen Baum vor dem Haus hängen Äpfel! Die Idee mit dem Gemüsehandel scheint zu klappen. Wow! Außerdem schmecken Äpfel wunderbar. Apfelpfannkuchen konnte mir Molly trotzdem nicht machen. Einen Herd bräuchte sie dafür. Faule Ausrede, ich hab doch eine super klasse Microwelle.

9.3.10 14:29


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